Benutzung von SLIP und CSLIP (Das dip-Paket)

Uri Blumenthal hat Fred N. van Kempen's DIP utility für Linux portiert. Die aktuelle Version ist 3.3.7n (Dezember 1995). Zu finden ist sie unter ftp://sunsite.unc.edu/pub/linux/system/Network/serial/dip337n-uri.tgz oder jedem Spiegel dieses FTP-Servers, bspw. ftp.uni-paderborn.de. (Viele Distributionen enthalten das dip-Paket bereits!)

In diesem Archiv befindet sich bereits eine übersetzte Version des Programmes, so daß eine einge Übersetzung nicht mehr notwendig ist. Durch ein make install wird das Programm unter dem Namen /usr/sbin/dip installiert, die Manual-Page findet sich in die Sektion 8. (Achtung: Einige Distributionen installieren im Verzeichnis /sbin!)

Mittels dip -vt kann das Programm (als User root) im Terminalmodus getestet werden. Dabei sollen die folgenden Voraussetzungen gelten:

Der Dialog sieht dann so aus:
DIP: Dialup IP Protocol Driver version 3.3.7n-uri (17 Apr 95)
Written by Fred N. van Kempen, MicroWalt Corporation.

DIP: name=root home=/tmp
     host=snoopy.sbs.net IP=194.64.19.208
     prot=SLIP MTU=296

Modem set to "HAYES".
DIP [0   ]> get $local snoopy
>> get $local snoopy
About to set variable $local to snoopy
DIP [0   ]> get $remote gacox
>> get $remote gacox
About to set variable $remote to gacox
DIP [0   ]> port ttyS1
>> port ttyS1
PORT: terminal port set to "ttyS1".
DIP: tty_open: /dev/ttyS1 (3) DIP: tty_open: IBUF=1024 OBUF=1020
DIP: tty: set_speed: 38400
DIP: tty: set_databits: 8
DIP: tty: set_stopbits: 1
DIP: tty: set_parity: N
DIP [0   ]> reset
>> reset
DIP [0   ]> send at&f0\r
>> send at&f0\r
DIP [0   ]> dial p0511881944
>> dial p0511881944
DIP [1   ]> term
>> term
[ Entering TERMINAL mode.  Use CTRL-] to get back ]

Welcome to Linux 1.2.13.

gacox login: DipLoginName
Password: MeinGeheimesPaßwort
Linux 1.2.13.
DIP: Dialup IP Protocol Driver version 3.3.7n-uri (17 Apr 95)
Written by Fred N. van Kempen, MicroWalt Corporation.

Your IP address is 194.64.19.208 Server address is 194.64.19.1
Netmask is 255.255.255.0 MTU is 296  Starting CSLIP
Ctrl-]
[ Back to LOCAL mode. ]
DIP [0   ]> default
>> default
Destination net/address set to 'default'
DIP [0   ]> mode CSLIP
>> mode CSLIP
Für den einfachen SLIP-Modus muß
  1. dieses mit dem Provider abgesprochen sein
  2. mode SLIP eingegeben werden.
Ehe die Internetverbindung benutzt wird: Beendet wird sie mit dem Kommando dip -k.

Kontrolliert werden kann das richtige Aufsetzen der Verbindung mittels der Kommandos ifconfig sl0 (Konfiguration des Interfaces)

sl0       Link encap:VJ Serial Line IP
          inet addr:194.64.19.208  P-t-P:194.64.19.1  Mask:255.255.255.0
          UP POINTOPOINT RUNNING  MTU:296  Metric:1
          RX packets:0 errors:0 dropped:0 compressed:0
          TX packets:0 errors:0 dropped:0 compressed:0
und route -n (Wegeinformationen für IP-Pakete in nummerischer Form)
Kernel routing table
Destination     Gateway         Genmask         Flags MSS    Window Use Iface
194.64.19.208   *               255.255.255.255 UH    1500   0        0 dummy0
194.64.19.1     *               255.255.255.255 UH    296    0        0 sl0
127.0.0.0       *               255.0.0.0       U     2000   0        6 lo
default         194.64.19.1     *               UG    296    0        0 sl0
Wenn dieses alles geklappt hat, soll versucht werden, diesen Vorgang vollständig zu automatisieren. In der Skriptsprache von dip können Shell-Skript-artige Anweisungsfolgen geschrieben werden, die die von Hand eingegebenen Werte senden und auf die zugehörigen Antworten warten.
Mit den obigen Annahmen ergibt sich dieses Skript. Aufgerufen wird es mittels dip -v skriptname im verbose-Mode bzw. dip skriptname ohne erweiterte Meldungen des Programms.

Zu beachten ist bei der Verwendung älterer Version des Programmes dip, daß sich die Codierung einiger "errorlevels" verändert hat (s. if $errlvl != 0 ...).

Weitere Tips zur Benutzung von dip.


Lothar Schütte
Last modified: Sun Dec 1 20:31:41 1996