Email per POP
Das Post Office Protocol (POP) ist das am häufigsten benutzte
Mail Delivery Protocol zwischen UNIX und nonUNIX-Systemen
(hauptsächlich PCs und Macs). Das Prinzip der Benutzung ist schnell
erklärt:
- Auf dem UNIX-Rechner ist für den Benutzer ein Account
vorhanden.
- Für diesen Account ist ein Postfach eingerichtet.
- Von außen wird über das POP-Protokoll auf dieses Postfach zugegriffen:
- Es wird ein Lock angelegt.
- Die Inhalte der Nachrichten werden nacheinander auf den
lokalen Rechner in eine oder mehrere Dateien
übertragen.
- Erfolgreich (?) übertragene E-Mails werden
ggf. gelöscht.
- Der Lock auf das Postfach wird entfernt.
- Die übertragenen Daten werden lokal gelesen, wie jeder andere
Mailfolder auch.
popclient
Ein Postfach wird auf den lokalen Rechner beispielsweise mit dem
Programm popclient übertragen. Zu finden ist dieses Programm
beispielsweise im Archiv popclient-3.0b4.tar.gz.
Viele Distributionen enthalten dieses Programm bereits im Netzpaket.
Verschiedene Aufrufparameter erlauben einen quasi automatischen
Einsatz von popclient nach dem Aufbau der IP-Verbindung ins
Internet.
Für den E-Mail-Account schuette@mail.sbs.net mit dem
Paßwort MeinGeheimesPaßwort und Anhängen der Nachrichten
an den Systemfolder des aktuellen Benutzers lautet der Aufruf
popclient -u schuette -p MeinGeheimesPaßwort mail.sbs.net
Falls das POP-Protokoll nur in der Version 3 einsetzbar ist, ist der
zusätzliche Parameter -3 beim Aufruf notwendig. Weitere
Feinheiten sind in der Manual-Page nachzulesen.
Weitere POP-Clients
Einige MUAs können auf entfernte Mail-Folder zugreifen. Beispiele
hierzu sind Netscape oder auch Pine.
Die Auslieferung von E-Mail erfolgt aber per SMTP, es ist ein lokales
Sendmail zu installieren oder aber zum
Absenden eine aktive Internetverbindung notwendig.

Last modified: Sun Dec 1 20:30:53 1996