Benutzung von PPP

PPP

Der Zugang zum Internet kann bei einigen Internetservice-Providern über das PPP-Protokoll erfolgen (Point-to-Point Protocol). Genau wie bei SLIP wird eine serielle Leitung zur Übertragung von Datenpaketen eingesetzt. Diese Pakete bestehen bei der Nutzung im Internetbereich im allgemeinen aus IP-Paketen, PPP kann aber mehr. Andere Protokolle, wie Novells IPX oder Appletalk, können übertragen werden.

Ein anderer, manchmal entscheidende Unterschied zu SLIP besteht in der Fähigkeit, eine Client-Authorisation durchzuführen. - Zwischen dem PPP-Server und dem PPP-Client werden Pakete zur Klärung der Fragen "Wer bist Du?" und "Bist Du immer noch der, für den ich Dich halte?" ausgetauscht. Eingesetzt werden zwei Protokolle, Password Authentication Protocol (PAP) und Chalenge Handshake Authentication Protocol (CHAP) genannt. Hier sollen diese Verfahren nicht näher beschrieben werden, eine gute Informationsquelle ist das RFC 1548.

Die Kontrolle der korrekten Übertragung liegt beim PPP-Protokoll zwischen PPP-Server und PPP-Client (eingesetzt wird das High-Level Data Link Control Protocol (HDLC)), also quasi direkt an den Enden der seriellen Leitung. SLIP überträgt dagegen die IP-Pakete ohne eine weitere Kontrolle, diese geschieht i.a. erst in der IP-Schicht des nächsten Routers. Bei einer schlechten Leitungsqualität mit Übertragungsfehlern kann PPP deshalb die bessere Wahl sein.

Gemeinsam mit SLIP ist die Fähigkeit, IP-Header zu comprimieren. Dazu wird die vom CSLIP her bekannte Van Jacobson header compression eingesetzt.

Für die weitere Beschreibung des PPP-Einsatzes unter Linux soll (wie beim SLIP) davon ausgegangen werden, daß eine IP-Adresse und der zugehörige Account bereits durch den Internet-Provider zugeteilt wurde. Auch ist das notwendige Modem nebst Benutzerhandbuch, Schnittstellenkabel und Netzteil vorhanden (und z.B. mit SLIP bereits getestet).

Vorbereitung der Benutzung

Das Paket ppp

Start von ppp


Lothar Schütte
Last modified: Sun Dec 1 20:31:03 1996